St. Elisabeth: zeitgenössisch und mit Respekt vor Geschichte und Religion

Marieke Bouwman

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St. Elisabeth ist eine kompakte und moderne, aber auch eine charakteristische Pflegeorganisation für ältere Menschen in Roosendaal. Wir arbeiten nach Werten, die von der franziskanischen Spiritualität inspiriert sind: Liebe, Einfachheit, Wirksamkeit und Genügsamkeiteit.

Geschichte

Die Kongregation der Franziskanerinnen von Mariadal in Roosendaal wurde 1832 gegründet. In kurzer Zeit gründete die Kongregation Klöster, Schulen und Internate. Die Jugend zu erziehen und zu unterrichten war die Hauptaufgabe der Schwestern. 1927 gründeten sie St. Elisabeth, wo kranke und ältere Mitschwestern liebevoll betreut und gepflegt wurden. Seit 2000 ist St. Elisabeth auch offen für Menschen außerhalb der Kongregation, die Versorgung und/oder Pflege benötigen.

Zeitgenössisch

Im ehemaligen Kloster mit seinen schönen Gärten und der stimmungsvollen Kapelle verbinden sich Geschichte und modernes Leben auf besondere Weise. Das Kloster wurde 2011 komplett zu einem modernen Pflegeheim umgebaut. Es gibt Platz für 130 Bewohner für Sorge und Pflege (in individuellen Pflegewohnungen, Gruppenheimen und einzelnen Einzimmerwohnungen für Rekonvaleszenz- und Palliativpflege). Es stehen auch 66 Mietwohnungen zur Verfügung. Wir verfügen über das gesamte Know-how bezüglich der Altenpflege im eigenen Haus. Nicht nur auf dem Gebiet der (para-) medizinischen Expertise, wie zum Beispiel eines Spezialisten für Geriatrie, Psychologen, Physiotherapeuten und Palliativkrankenschwestern, sondern auch auf dem Gebiet des Wohlbefindens. Die Bewegungsagogen, der spirituelle Berater, ein breit aufgestelltes Wohlbefindungsteam und ein Musiktherapeut sorgen für das Wohl der Bewohner. Dazu tragen natürlich auch unsere eigene Küche, Wäscherei, Reinigungsservice und Rezeption bei.

Unsere Grundwerte

Seit einigen Jahren benennen wir die franziskanischen Werte der Kongregation von Mariadal ausdrücklich als unsere eigenen Grundwerte. Dabei geben wir den Werten eine neue Bedeutung, damit sie für die Zukunft erhalten bleiben. Wir benennen diese Werte wie folgt:

  • Liebe : Gute Pflege kommt von Herzen. Indem wir wirklich für den anderen da sind, machen wir jeden Tag einen Unterschied, egal in welcher Position.
  • Einfachheit : St. Elisabeth möchte es den Bewohnern so einfach wie möglich machen. Wir sind eine Organisation ohne viel Aufhebens.
  • Wirksamkeit : Damit meinen wir die Wirkung unserer Handlungen. Inwieweit tragen wir zum Wohl der Bewohner bei? Und: wir unterstützen und fördern die Bewohner so weit wie möglich in ihrer Unabhängigkeit und Zusammenleben.
  • Ablösung : Die Bewohner befinden sich in ihrer letzten Lebensphase. Eine Phase, in der häufig Lebensprobleme auftreten. Emotionen wie Stolz und Zufriedenheit können von Trauer und Bedauern begleitet sein. Wir sind uns dessen bewusst und behandeln es mit Respekt. Genügsamkeit bedeutet für die Mitarbeiter die Kunst des Loslassens: von Gewissheit und von alten Arbeitsmethoden und Offenheit für Veränderungen.

Mitarbeiter, Freiwillige und Anwohner reagieren immer sehr positiv auf diese Werte. Insbesondere der Kernwert der „Genügsamkeit “ wird immer besonders geschätzt, insbesondere weil dieser Kernwert so einzigartig und besonder ist. Man muss eine Erklärung erhalten, um zu verstehen, was genau damit gemeint ist. Infolgedessen bleibt dieser Wert oft stärker als andere behalten, mehr als bei häufigeren Werten.

Man gibt oft an, dass diese Werte in der täglichen Praxis erkannt werden. Wir geben dem auf verschiedene Weise Form:

  • Die Grundwerte werden bei der Einstellung und Auswahl von Mitarbeitern immer explizit erwähnt. Neue Mitarbeiter interessieren sich für St. Elisabeth. In Zeiten enormen Arbeitskräftemangels hilft es uns, die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen.
  • Während des Einführungsprozesses für neue Mitarbeiter und Freiwillige werden in einem Einführungsgespräch die Grundwerte erläutert: Woher kommen sie und was bedeuten sie für die tägliche Arbeit?
  • Alle Richtliniendokumente und Stellenbeschreibungen beziehen sich auf unsere Grundwerte. Es ist die Grundlage für alles, was wir entwickeln.
  • Im Verhältnis zur Einwohnerzahl haben wir eine große Anzahl von Sozialarbeitern und spirituellen Beratern; gerade weil wir das psychische Wohlbefinden so wichtig finden.
  • Wir bieten den Mitarbeitern viel Mitspracherecht und erwarten, dass jeder in seiner eigenen Rolle zum Wohl der Bewohner beiträgt. Die Organisation ist flach (einfach) organisiert, mit viel Autonomie für die (Pflege-) Fachkräfte, so dass eine begrenzte Anzahl von Managern erforderlich ist.
  • Unsere „goldenen Verhaltensregeln“, die für alle Mitarbeiter, Freiwilligen, Bewohner und Besucher gelten, beginnen mit den vier Grundwerten.
  • Wenn die Bewohner die täglichen Feierlichkeiten in der Kapelle beiwohnen möchten, ist die Betreuung so organisiert, dass dies möglich wird.
  • Die Weihnachtsfeier mit Mitarbeitern beginnt in der stimmungsvollen St. Elisabeth Kapelle. Das gibt dieser Feier immer eine ganz besondere Note.

Darüber hinaus helfen uns die Grundwerte, strategische Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel haben wir kürzlich beschlossen, eine Palliativeinheit zu entwickeln, weil wir – genau basierend auf unseren Grundwerten – diese verletzbare Zielgruppe viel zu bieten haben.

Verbindung mit der/den Kongregation(en)

Die Zusammenarbeit mit den Franziskanerinnen von Mariadal ist intensiv. Traditionell sind beide Organisationen eng miteinander verbunden. Die Schwestern spielen eine wichtige Rolle beim Leben der Grundwerte. Nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch, indem Sie beispielsweise zum Einführungstreffen für neue Mitarbeiter und Freiwillige beitragen. Sie waren auch aktiv an der Ausarbeitung der „goldenen Verhaltensregeln“ beteiligt. Die Zahl der Schwestern nimmt jedoch stetig ab, was die Frage aufwirft, wie wir die Grundwerte langfristig erhaltenn können, auch wenn die Schwestern weg sind. Wir werden bald eine gemeinsame Arbeitsgruppe gründen, um gemeinsam einen Plan dafür zu erstellen.

Neben der Kongregation von Mariadal arbeiten wir auch eng mit zwei anderen Kongregationen zusammen. 2016 kamen sieben Schwestern der Congregation Charitas (Roosendaal) nach St. Elisabeth. Ein Teil des Gebäudes wurde zu diesem Zweck umgebaut, damit sie zusammen untergebracht werden konnten. Seit 2017 arbeiten wir auch mit der Kongregation St. Anna in Oudenbosch. Wir liefern jeden Tag die warmen Mahlzeiten und jede Woche die Wäsche. Einige Schwestern mit Intensivpflegebedarf sind von St. Anna nach St. Elisabeth umgezogen.

Wenn andere Gemeinschaften an einer möglichen Zusammenarbeit mit St. Elisabeth interessiert sind oder wenn Sie Fragen zu diesem Artikel haben, können Sie jederzeit Kontakt aufnehmen.

Über den Autor

Marieke Bouwman

Marieke Bouwman ist die Direktorin des Pflegeheims Sint Elisabeth in Roosendaal. Dieses Pflegeheim wurde von den Franziskanerinnen von Mariadal gegründet. Sint Elisabeth hat beschlossen, die franziskanischen Ideale der Schwestern in möglichst viele Elemente und auf so vielen Ebenen wie möglich zu integrieren. Das Ergebnis wird von Klienten und Mitarbeitern gleichermaßen geschätzt.

St. Elisabeth │ Wouwseweg 21 │ 4703 BL Roosendaal │ 0165 592 400 │ contact@stelisabeth.nl