Brief von Bruder Bram Hommel, Brüder van Huijbergen

Bram Hommel

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Brief von Bruder Bram Hommel, Brüder van Huijbergen

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Hallo Paul,

Während in Gesprächen mit Gästen die Frage: “Mit wie viele seid Ihr noch?” regelmäßig gestellt wird und die Anzahl der leeren Stühle in der Kapelle, im Refektorium und im Aufenthaltsraum weiter zu nimmt, bist Du eigensinnig genug, um auf neue Initiativen und Lebensgemeinschaften hinzuweisen, deren Anzahl ständig wächst. Anscheinend sind zwei Prozesse im Gange, die inhaltlich eng miteinander verbunden sind, aber häufig in räumlicher Entfernung voneinander stattfinden. Die Begegnungstage in Maastricht haben mir klar gemacht, dass alte und junge Religionsgemeinschaften sich gegenseitig etwas zu bieten haben und sich daher besser nicht aus den Augen verlieren sollten. Danke für das.

Glücklicherweise ist hier in Huijbergen die räumliche Entfernung zwischen Neu und Alt nur eine Straße breit. 1854 begannen die Brüder von Huijbergen im letzten Kloster des gesamten Wilhelmitenordens, der sich seit dem 12. Jahrhundert über weite Teile Europas ausgebreitet hatte. Von 1277 bis 1847 haben sie in Huijbergen dazu beigetragen, aus deren benediktinischen Spiritualität heraus, dieses Gebiet zu entwickeln, bewohnbar zu machen und zu erhalten. Im neunzehnten Jahrhundert waren es die Brüder von Huijbergen, die aufgrund ihrer franziskanischen Spiritualität zur Lebbarkeit einer Gesellschaft mit schwerwiegenden sozialen und kulturellen Ungleichheiten beitrugen, indem sie sich auf die Bildung und Erziehung schutzbedürftiger Jugendlicher wie Waisen und Schüler mit vielen Behinderungen konzentrierten.

Jetzt, in dieser Zeit, steht die Lebensfähigkeit der Erde auf dem Spiel. Und wieder gibt es sensible Menschen, die ihr Leben von ihrer Sorge um diese Lebensqualität bestimmen lassen wollen. Sie beziehen ihre Energie nicht aus Angst oder Begierde, sondern aus einer universellen Quelle der Liebe, die ich gerne das Reich Gottes nenne. Ihre nachhaltige Lebensweise, in Gemeinschaft und mit täglichen Gebetsmomenten, ist nicht nur für das Klima nachhaltig, sondern fördert auch die Entfaltung einer inneren Freiheit, die einem ermöglicht, für die positive Energie Seiner Liebe empfänglich zu bleiben und weniger anfällig für die negative Energie von Angst und Gier zu werden.

Diese Entwicklung bestätigt meinen Glauben, dass das religiöse Leben einfach zu „menschen-liebend“ ist, um zu verschwinden.

Bruder Bram.

Über den Autor

Bram Hommel

Websites, die weitere Informationen zu unseren Entwicklungen bieten können:
https://www.broedersvanhuijbergen.nl/
https://www.wilhelmietenmuseum.nl/
https://dehuijberg.nl/